Mopszucht von der Dammaschwiese
Mopszucht von der Dammaschwiese

Vor dem Welpenkauf

Bevor ein Welpe bei Ihnen einzieht, erwarte ich als Züchterin von Ihnen, dass Sie sich ehrlich und schonungslos mit allem, was das Leben eines zukünftigen Hundebesitzers bedeutet, auseinandergesetzt haben. 

 

Beantworten Sie für sich bitte die folgenden Fragen:

 

1. Habe ich ausreichend Zeit für das neue Familienmitglied? Und sind wirklich alle mit der Anschaffung des Hundes einverstanden? Habe ich Lust dazu?

Ein Welpe braucht anfangs sehr viel Aufmerksamkeit. Er soll eine gute und enge, vertrauensvolle Bindung zu Ihnen aufbauen. Das gelingt nur, wenn Sie sich dem Hund freundlich nähern und sich um ihn kümmern. Ab dem Zeitpunkt des Einzugs werden Sie keine freie Minute mehr haben. Der Hund muss allerhand lernen. Sie werden regelmäßig zur Hundeschule gehen müssen (das erwarte ich als Züchterin von Ihnen, auch wenn Sie schon Hundeerfahrung haben). Dort kann der Welpe wertvolle Erfahrungen mit anderen Welpen und später Junghunden machen. Außerdem festigt das die Bindung zwischen Ihnen enorm. Am Anfang gehen Sie mit dem Welpen nur kurze Strecken Gassi. Wenn er älter wird werden Sie aber mindestens drei Mal täglich auch längere Spaziergänge machen müssen! Unsere Möpse sind vital, sportlich und gerne unterwegs. Im Schnitt gehen wir mit Britta bis zu zwei Stunden täglich spazieren. Haben Sie dafür wirklich Zeit? Und auch Lust sonntags bei strömendem Regen um acht Uhr morgens raus zu gehen? Vielleicht werden Sie mal krank und jemand aus der Familie muss sich um den Hund kümmern. Das gelingt nur, wenn er auch zu anderen Mitgliedern der Familie eine gute Beziehung hat. Und was passiert bei Todesfall, Scheidung etc.? Wer soll sich dann um den Hund kümmern?

Nur wenn wirklich alle familiären und persönlichen Voraussetzungen stimmen, könnten Sie von mir einen Welpen bekommen.

 

2. Ein Hund kostet auch Geld! Bin ich bereit, die Kosten zu tragen? Kann ich das wirtschaftlich überhaupt?

Sie werden wiederkehrende feste Kosten im Monat für den Hund haben: Futter, Tierarztkosten, Versicherungen. Daneben werden sie einmalige Anschaffungen erledigen müssen: Halsband, Geschirr, Leine, Schmusedecke, Schlafplatz, Box für das Auto, Welpenbox usw., Ersatz für Dinge, die ihr Hund zerstört hat....

Daneben können andere Kosten auf Sie zukommen: hohe Tierarztkosten, falls der Hund mal richtig krank wird, vor das Auto läuft, einen Unfall hat, gebissen wird. Alles nicht so selten. Da können schnell einige tausend Euro auf Sie zukommen. Oder Sie möchten oder müssen ohne den Hund verreisen. Dann kommen vielleicht Kosten für die anderweitige Unterbringung auf Sie zu. Auch wenn der Hund mit in den Urlaub kommt, kosten Unterkünfte mit Hund meist mehr als ohne.

Nur wenn Sie sich absolut sicher sind, dass Sie diese Kosten tragen können, könnten Sie von mir einen Welpen bekommen.

 

3. Wie lange muss der Hund täglich allein bleiben? 

Ein Hund kann langsam darauf vorbereitet werden, einige Stunden täglich allein zu bleiben. Das wird allerdings länger als nur zwei, drei Wochen dauern. Und dem Welpen sollten Sie das so schonend und langsam wie möglich beibringen. Ich kenne Beispiele, wo Welpenbesitzer sich lediglich ein paar Tage freigenommen hatten, um den Hund zu Hause einzugewöhnen und nach einer Woche sollte der kleine Kerl dann schon sechs Stunden alleine bleiben. Und das mit 12 Wochen! Das wird nicht funktionieren und selbst wenn es funktionieren könnte, bin ich vollkommen dagegen. Meine Vorstellung ist, dass Sie langsam mit dem Hund üben, allein zu bleiben. Und erst mit frühestens einem halben Jahr den Hund das erste Mal eine oder zwei Stunden allein lassen. Wenn Sie berufstätig sind, sollte der Hund grundsätzlich nicht länger als vier Stunden am Stück allein bleiben. Sie werden Hundebesitzer kennen, die das anders sehen, vielleicht sehen Sie selbst das auch anders. Ich sehe es so und nur, wenn Sie diese Vorstellungen ebenfalls teilen, könnten Sie von mir einen Welpen bekommen.

 

4. Sind Sie bereit, mich als Züchterin, auch weiterhin am Leben des Hundes teilhaben zu lassen?

Ich erwarte von meinen Welpenkäufern, dass Sie mich auch weiterhin am Leben des Hundes teilhaben lassen. Das dient weniger der Kontrolle, sondern vor allem der Qualitätssicherung meiner Zucht. Ich habe viel Liebe, Energie und Zeit in die Welpen investiert, ich möchte einfach wissen, wie sie sich entwickeln, welche Eigenschaften sie von den Eltern mitbekommen haben und ausbilden. Jeder Hund ist eine eigene Persönlichkeit und die möchte ich nicht aus den Augen verlieren. Nur wenn Sie dazu bereit sind (keine Angst, ich stehe nicht irgendwann Sonntagsmorgens vor der Tür), könnten Sie von mir einen Welpen bekommen.

 

Das sind nur die wichtigsten Punkte, die Sie sich überlegen sollten, bevor Sie mich wegen eines Welpen kontaktieren. Auf den Seiten den VMV e.V. sind ebenfalls noch einige Punkte genannt, die Sie beachten sollten. Hilfreich sind auch einige Ratgeber zu dem Thema. Es lohnt sich sicher in ein gutes Buch zum Thema Welpenkauf und -Erziehung zu investieren.

 

Und noch ein wertvoller Tipp, falls Sie noch keinen Hund haben: Fragen Sie unbedingt Hundebesitzer aus der Verwandtschaft, dem Freundes- und Bekanntenkreis, was sie davon halten, dass genau SIE unter die Hundebesitzer gehen wollen!  Das ist oft sehr aufschlussreich. Außerdem können Sie diejenigen auch mit allen Fragen zum Thema Hund löchern. 

Aktuelles

Britta von Pugnus hat am 05.10.2014 die Zuchttauglichkeitsprüfung des VMV e.V. bestanden!

B-Wurf: Die Welpen 

Infos hier

 

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© Anke Schilling